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Münster- Fahrradhauptstadt Deutschlands

Münster ist eine von den Größstädten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die reichen Ereignisse der Geschichte, die in den Legenden und der prächtigen Architekturen   der Stadt ausgedrückt sind, locken viele Touristen in die Stadt an. Besonders sehenswert ist die astronomische Uhr der heiligen Paulus Kathedrale mit einem Glockenspiel. Jeden Tag kann man während des melodischen Glockenspiels   den Umgang der Heiligen Drei Könige um  die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind beobachten. Wer also das richtige Münster-Gefühl erleben will, sollte sich hier einmal aufs Fahrrad schwingen.   Münster ist die Fahrradhauptstad Deutschlands. Es gibt hier doppelt so viele Räder wie Einwohner, nämlich 500.000 Stück.

Die Geschichte der Stadt Münster umfasst mehr als 1200 Jahre seit der Gründung der Stadt. Die erste Siedlung  ist  hier  dank Karl dem Großen in Erscheinung getreten, als man  im Jahre 793 im Auftrag Karl des Großen in der Nähe seiner Resindenz ein Kloster gebaut hatte. Der Name der Stadt ist aus  dem lateinischen Wort „ monasterium“ entstanden. Der erste Bischof der Diözese Münster, der heilige Liudger, wurde Prediger und Missionar. Leider wurde im 16. Jahrhundertdas gesamte Archiv der Stadt durch einen  Brand vernichtet worden. Die Frühgeschichte der Stadt Münster ist hauptsächlich durch  indirekte Hinweise wiederaufgebaut worden. Im Jahre 805 erhielt die Siedlung um den Dom herum den Stand einer Stadt mit dem Recht zur Bildung der Märkte. Im Jahre 1358 wurde Münster erstmals in den historischen Quellen  als Mitglied der Hanse, die die größte Handelstädte vereinigt, erwähnt. Im Jahre 1468 wurde die Stadt zum Schauplatz eines der bedeutendsten Ereignisse in  der eurpäischen Geschichte. In Münster wurde der Westfälische Friedensvertrag  unterzeichnet geworden, der das Ende des Dreißigjährigen Krieges bedeutete. Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Münster  ist die Gründung der Universität im Jahre 1780. Jetzt studieren an der Westfälischen Wilhelms-Universität etwa 50,000 Studenten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Altstad von Münster in Trümmern. Jahrzehntelang haben die Einwohner die Stadt restauriert. Sie haben das historische  Stadtbild mit modernen Gebäuden ergänzt. Darum sind im heutigen Stadtbild die altherwürdigen und energetisch neuen Klassiker organisch zusammenverbunden. Münster  hat mehr als ein Dutzend Kirchen - eine schöner als die andere, eine Menge großartiger Gebäude - sowohl historische als auch moderne, schöne Parks und Museen. Seit 1977, hält die Stadt alle zehn Jahre eine internationale Ausstellung Namens "Skulptur Projekte Münster". Viele Exponate  aus diesen Ausstellungen wurden anschließend von den Behörden zurückgekauft. Diese schmücken nun die verschiedene Teile von Münster und erfreuen die Einwohner und Touristen. 

Es gibt mehr als 900 Restaurants, Kneipen und Bars, wo sogar der wählerische  Gourmet etwas nach seinem eigenem  Geschmack und Budget finden wird. Die traditionelle westfälische Küche ist reich mit nahrhaften, saftigen und relativ einfachen Gerichten. Empfehlenswert ist Töttchen, ein Eintopf mit Kalbfleisch und Zunge , eine  von den typischen Gerichten für Münster. Die anderen  Bestandteile können je nach Jahreszeit und Einstellungen des Kochs variieren. Wie auch viele andere westfälische Gerichte wurde Töttchen ursprünglich als das Essen der Armen angenommen. Heutzutage ist dieses Gericht bei den verschiedenen Schichten der Bevölkerung beliebt und es kann sogar in den besten Restaurants bestellt werden. Ein weiteres beliebtes Gericht ist Pfefferpotthast , eine dichte und scharfe Rindfleischsuppe, die traditionell im Herbst, während der Schlachtung des Viehs vorbereitet wurde. Jetzt kann man es natürlich in jeder Jahreszeit probieren, aber am besten passt es in die  kalten Herbst  oder Winterabende.  Eine weitere lokale Spezialität ist seit dem Mittelalter bekannter Westfälische Knochenschinken. Für die Produktion nimmt man das mit den Eicheln gemästete Schweinfleisch  und räuchert es mit Buchen- und Wacholderzweigen. Nach den Einwohner von Westfahlen ist nur ihre natürliche Bescheidenheit daran schuld, dass  diese Art von Schinken in der Welt nicht so berühmt ist, wie der spanische Jamon und proshutto di Parma aus Italien. Und natürlich, wie überall in Westfalen, wird  fast jedes Gericht mit einem Stück Roggenbrot, Pumpernickel und Bier gegessen. Besonders verbreitet ist das Altbier, auch als Grundlage für Punsch.

Am besten kann man Münster per Fahrrad entdecken, es ist jedoch kein Zufall, dass diese Stadt als Fahrradstadt  Deutschlands  gilt. Der Fahrradverkehr ist zwar nicht hoch, aber mehr als der Autoverkehr. Das Stadtzentrum ist von einem Ring umgeben , Freiverkehr, wo für Radfahrer immer Grün ist. Die Fahrradstation in der Nähe des Hauptbahnhofs hat 3500 Plätze und ist die größte in Deutschland. Hier kann man nicht nur die Fahrräder abstellen sondern auch mieten, reparieren und waschen lassen. Für die Liebhaber des Radsports sind viele Touren mit einer ausführlichen Beschreibung der gesamten Strecke erfunden worden. Eine der beliebtesten Touren ermöglicht eine Rundfahrt durch hundert Schlösser in der Umgebung von Münster! Die Route wird in vier Bereiche aufgeteilt. Sie entsprechen den vier Ecken der Welt. Jede Reise ist für ein paar Tage ausgelegt. Ein ehrgeiziges Ziel - alle vier Richtungen zu meistern – ist ein guter Grund, nach Münster zurückzukehren.

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