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Jena – die Stadt der deutschen Fahne

Jena ist für seine Universität, Deutschlands erstes Entbindungsheim, sowie für die Firma "Carl Zeiss" bekannt, die für die herausragende Optik immer berühmt gewesen war. Man kann das im örtlichen Museum der Optik betrachten. Es ist eine Stadt, wo der Initiator der Reformation Martin Luther seine Predigten hielt, und wo die Kirche aufbewahrt ist, in der er predigte. Und noch gibt es das Rathaus mit dem "Schnapphans", der zu jeder vollen Stunde nach einer goldenen Kugel an einem Stab schnappt. Eine Legende besagt, dass Jena unterginge, wenn er diesen schnappen kann.  Eine besondere Attraktion ist die Thüringer Küche, die als "das grüne Herz von Deutschland" wegen der Fülle in den Speisen von Obst und Gemüse bekannt ist.

Jena ist seit 1145 bekannt, und hat den Status der Stadt nur hundert Jahre später bekommen. Im Mittelalter war das Leben der Stadt tatsächlich von erfolgreichen kommerziellen Aktivitäten der drei Klöster abhängig, die hier gelegen sind. Die Mönche waren in den Klöstern in der Weinproduktion beteiligt, das stetiges Geld in die Stadtkasse brachte. Die Stadt der drei Klöster nahm aktiv an der Reformation teil: das war das Ergebnis der Aktivitäten von Martin Luther. Luther selbst besuchte Jena mehrmals. Er hielt in der Kirche von St. Michael Predigten. Bis jetzt gilt als eine der Attraktion der Stadt das Hotel "Schwarzer Bär", wo Luther bei Besuchen in Jena blieb.

Im Jahre 1548 wurde die Universität in Jena gegründet. Nach und nach wurde sie zum Kern der Stadt und zog Intellektuelle aus ganz Europa an. Besondere Popularität genoss sie bei den Fans der philosophischen Strömungen des Idealismus. Am Ende des 18. Jahrhundert unterrichteten hier solche Vertreter  des Idealismus wie Johann Fichte, Friedrich Schelling oder Georg Hegel. Zu dieser Zeit arbeiteten hier auch die großen deutschen Dichter der Romantik: Novalis, Ludwig Tieck und die Schlegel Brüder. An der Universität war auch Goethe. Ein wenig später promovierte an der Universität Jena Karl Marx. 

Im Jahr 1806 geschah eines der bemerkenswertesten Ereignisse der Napoleonischen Kriege - die Schlacht von Jena. Der Kaiser von Frankreich besiegte preußische Truppen. Paradoxerweise wurde Jena bald eines der geistigen Zentren der Wiedervereinigung der deutschen Nationen. Hier ist das historische Haus Grüne Tanne erhalten geblieben. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war hier die Student Union gelegen, die aus Studenten bestand, die im freiwilligen preußischen Bataillon des Majors von Lützow gekämpft hatten. Die Uniformen der Milizen hatten gelbe, rote und schwarze Farben. Das gleiche Trikolore haben sie als ihre Fahne gewählt. Hundert Jahre später wurde die gelb-rot-schwarze Fahne die Flagge der Weimarer Republik, und am Ende des Zweiten Weltkriegs, wenn auch mit einigen Unterschieden,wurde sie in der BRD und der DDR angenommen. Nun ist es wieder die Flagge eines vereinten Deutschlands, und als ihre Heimat wurde Jena betrachtet.

Jena ist ein Pionier in der Organisation der Geburtshilfe der deutschen Frauen. In dieser Stadt erschien im Jahre 1778 die erste Entbindungsstation Deutschlands. Es wird "Haus der Hebammen" genannt. Das authentische Gebäude ist bis zum heutigen Tag nicht erhalten  geblieben. Aber das Haus, das an der Stelle des ersten geburtshilflichen Hauses steht, ist mit einer Gedenktafel ausgestattet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Jena zu einem Zentrum der deutschen Optik und Feinmechanik. Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott gründeten in der Stadt Firmen, die unter der Marke Carl Zeiss bekannt wurden. "Zeiss" Linsen galten für eine lange Zeit als ein Symbol des hochwertigen Schleifens. Im 20. Jahrhunderts leistete der Konzern zum Erscheinungsbild der Stadt seinen Beitrag: im Zentrum wurde der 159 Meter hohe Turm von Jena (Jentower) errichtet - der zweithöchste Turm in der DDR. Carl Zeiss baute ihn als sein Forschungszentrum.

In Jena ist es interessant, die Stadtkirche St. Michael zu besuchen, wo Luther predigte, das Museum der Optik und das Planetarium zu besichtigen, die unter Schirmherrschaft vom Konzern "Carl Zeiss" sind, Schiller Haus zu besuchen, einen Blick auf das Alte Rathaus mit einer astronomischen Uhr und "Schnapphans" zu werfen, den Turm von Jena aufzusteigen. 

Nachdem man die wichtigsten Orte von Jena besichtigt hat, sollte man auch Tribut auf die lokale Gastronomie zahlen. Die Restaurants von Jena bieten die besten Gerichte der traditionellen Thüringer Küche an. Diese Küche, die als "das grüne Herz von Deutschland" bekannt ist, bietet eine große Anzahl von Gerichten aus Gemüse und Früchten an. Die Chefköche verwenden viel Blumenkohl, Brokkoli, Gurken, Zwiebeln, Erbsen, Knoblauch und Spargel. Sehr verbreitet sind Saucen und Bratensauce mit Champignons. Die  Fans von Fleischgerichten werden Thüringer Bratwürste hoch schätzen, die mit den berühmten Weißwürsten konkurrieren. Sie werden mit einer Gemüsegarnierung serviert: Kartoffelknödel (Thüringer Klöße) und Apfel oder Kartoffel-Nudeln (Schleizer Bambser). Eine andere lokale Spezialität ist Rinderrouladen, der in der Regel mit Salzkartoffeln und runde Kugeln von Blumenkohl serviert wird. Der Hauptsalat von  Thüringen ist der Kartoffelsalat. Der Hauptkuchen, der in Jena serviert wird, ist der Zwiebelkuchen. Das Hauptdessert von Thüringen ist Blechkuchen - trockene Kuchen mit Beerenfüllung. Im Übrigen werden die Preise der Lebensmittel in Restaurants von Jena die Besucher angenehm überraschen. Dennoch ist es ein kleiner Universitätscampus, und die Preise sind viel niedriger als in einer Metropole.

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