Erlöser-Euthymius-Kloster: Museum statt Klosterzellen

Die Geschichte des Erlöser-Euthymius-Klosters in Susdal beginnt im 16. Jahrhundert, als auf dieser Stelle über dem Grab des heiligen ehrwürdigen Euthymius von Susdal die erste Steinkirche errichtet worden war. Heute ist es der Euthymius-Bau der aus weißem Werkstein gebauten Christi-Verklärungs-Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert. Die Innenwände der Kirche mit fünf Türmen sind von dem großen Meister Gurij Nikitin bemalt worden. Allerdings konnten diese Fresken erst in den 1970-er Jahren entdeckt und restauriert werden. Zur Zeit befinden sich in der Klosteranlage gleich mehrere interessante Objekte.

Östlich von der Christi-Verklärungs-Kathedrale steht auf dem Grab von Dmitri Poscharski, der zu Zeiten der Smuta im 17. Jahrhundert zusammen mit Kusma Minin Moskau befreit hatte, eine Kapelle zu seinem Gedenken. Eine Ausstellung in der Mariä-Verkündungs-Kirche berichtet von dem Leben des Fürsten. Hier sind ebenfalls kostbare Spenden der Fürsten Poscharski zu sehen - das filigrane Zarentor, festliche Kirchengewänder. Zu den ältesten Bauten des Erlöser-Euthymius-Klosters gehört auch der Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert. Das Läuten ihrer 17 Glocken erklingt fünf Mal am Tag. Auf dem Klostergrundstück befindet sich ebenfalls die Mariä-Entschlafungs-Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Hier wurde 2006 das erste Museum für Naive Kunst in Russland eröffnet. Ein Besuch des Archiereus-Blocks lohnt sich wegen der Ikonen-Sammlung aus den 18.-20. Jahrhunderten. Darunter ist die Kopie der berühmten „Dreifältigkeit“ des altrussischen Ikonenmalers Andrei Rubljow zu finden. Das Original der Ikone wurde 1913 ins Russische Museum in St. Petersburg gebracht. Im Brüder-Block des Klosters bietet sich die einzigartige Gelegenheit, Restaurateuren über die Schulter zu schauen. In den hiesigen Klosterzellen sind die Details des alltäglichen Lebens der Mönche vor der Revolution nachgebaut worden. In der Nikolajskaja-Lazarett-Kirche ist die Ausstellung „Die goldene Schatzkammer“ zu sehen, mit byzantinischen Kruzifixen aus dem 14. Jahrhundert, Goldstickereien, von Zaren geschenkten Schalen, Weihrauchfässern und Rizas (Metall-Abdeckung für Ikonen aus kostbaren Materialien).

Anschrift
ul Lenina 135 k 8, Zakrit posledniy chetverg kazhdogo mesyaca
601291, Suzdal
GPS Koordinaten
56.4323727909477, 40.4411673545837
Telefon
+7 (492) 3120746
Öffnungszeiten
Jetzt - geschlossen
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